Braco, der Heilsbringer aus Kroatien, war am Wochenende in Bayern unterwegs.

Benedikt, der Heilsbringer aus Bayern, war am Wochenende in Kroatien unterwegs.

Wo war eigentlich Pastorensohn und Wunderheiler Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt am Wochenende?
Braco, der Heilsbringer aus Kroatien, war am Wochenende in Bayern unterwegs.

Benedikt, der Heilsbringer aus Bayern, war am Wochenende in Kroatien unterwegs.

Wo war eigentlich Pastorensohn und Wunderheiler Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt am Wochenende?
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Kürzlich war ich in Spanien unterwegs. In dem Land, in dem knapp die Hälfte der jungen Leute keine Arbeit hat, gibt es seit 15. Mai in allen Städten Demonstrationen. „Die Empörten“ nennen sich die Protestler, die aus den verschiedensten Milieus zusammenkommen und einen ganzen Katalog an sozialen und politischen Ideen zusammenstellen. Ganz grundlegend haben die Empörten zwei handvoll Minimalforderungen postuliert, um so eine bessere Demokratie zu erschaffen.
(Auf dem Placa Catalunya in Barcelona. Foto: trappatonisch)
Eine hervorragende Idee, diese Minimalforderungen, findet trappatonisch. Man sollte sie vermehrt auch auf basische Werte und Verhaltensweisen in unserem Alltag beziehen – schließlich wird ja nicht selten kritisiert, uns fehle es heutzutage an Werten. Seit dem Standardwerk auf diesem Gebiet, dem Knigge, ist einige Zeit ins Land gezogen (rund 250 Jahre). Die Voraussetzungen haben sich drastisch verändert.
Gerade im Bereich der Kommunikation hat es große Veränderungen gegeben: technische (zum Beispiel Kommunikation via Internet oder Mobiltelefon), politische (die sogenannte political correctness) und soziale (der Rückzug des Sozialwesens Mensch durch digitale Vernetzung). Wenn jedoch der Sender seiner Nachricht eine andere Bedeutung zuordnet als der Empfänger, dann beginnt das Missverständnis. Die Folge sind Misinterpretationen der Lage und Fehlentscheidungen, die leicht zu vermeiden wären. Eine funktionierende Demokratie verlangt klare Kommunikation – ohne sie kann das dialogbasierte politische System nicht tüchtig arbeiten noch Fortschritt generieren.
Im Folgenden habe ich einige Minimalforderungen aufgestellt, die die alltägliche Kommunikation betreffen und für Klarheit im Kommunikationsfluss sorgen sollen.
Minimalforderungen zur Kommunikation
1. Wir verabschauen es, wenn Leute nicht die Größe haben, auf Anfragen zu antworten. (Contra Ignoranten, zum Beispiel in Facebook)
→ Achte den anderen. Antworte dem, der dich etwas fragt.
2. Wir haben es satt, dass der Gesprächspartner Fragen ausweicht. (Contra Opportunisten, zum Beispiel in politischen Diskussionen)
→ Achte dich selbst. Trau dich, deine Meinung zu sagen.
3. Wir hassen es, wenn uns Leute bauchpinselnd auf Bewerbungen absagen – um tags drauf die Stelle wieder auszuschreiben. (Contra Hypokraten, zum Beispiel in Personalbüros)
→ Sag genau das, was du denkst. Ohne Beschönigung.
4. Wir sind bedient, dass uns unverständliche Wortsuppe vorgesetzt wird. (Contra Fachidioten, zum Beispiel in der Politik oder in Milieus)
→ Verleugne in deiner Sprache nicht deine Herkunft. Sprich aber so, dass dich dein Gesprächspartner auch wirklich versteht.
5. Uns stört es, dass zuviel Wertloses und Unstrukturiertes palavert wird. (Contra Schwätzer, zum Beispiel in der Cafeteria)
→ Überlege, sortiere und verifiziere deine Gedanken, bevor du sie auf deinen Gesprächspartner loslässt. Raube nicht Zeit, Glaubwürdigkeit, noch Nerven.
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Der Springer-Verlag ist sicherlich kein stiller Vertreter der Medienbranche. Würde Wikileaks potentielle US-Depeschen über die Springer-Zeitung „Bild“ enthüllen, fiele wohl auch der Ausdruck „Alpha-Rüde“. Und der bellte zuletzt nicht nur in der Tagespolitik laut: Der Springer-Verlag hat sich zuletzt hervorgetan in der Debatte um journalistische Bezahlinhalte in der digitalen Welt.
Viel Hoffnungen setzte der Konzern (wie das Gros der Verleger) in das iPad, einem tablettförmigen digitalen Gerät zur Mediennutzung. Das iPad ist auch internetfähig und dem Nutzer ist somit der Zugang zur kostenlosen Internetpräsenz der Springer-Zeitungen möglich. Da aber der Springer-Verlag in der digitalen Welt auch mal wieder Geld mit seinen Inhalten verdienen will, sperrte er den Zugang zu der Web-Präsenz der Bild-Zeitung über den Standard-Browser. Die iPad-Nutzer sollten zum Kauf der spezifischen iPad- und iPhone-epaper erzogen, eheum, gezwungen werden.
So ganz geklappt hat das Projekt bislang nicht, der Verlag vermeldete (erwartbar) kümmerliche Verkaufszahlen in dreistelliger Höhe pro Blatt.
Der Springer-Verlag keift wie ein Dobermann für Guttenberg, hat den Charme, Style und die kurzen Beine eines Terriers, die Deutschtümlichkeit eines Schäferhundes und im Endeffekt soviel sinnvollen Inhalt wie ein Chihuaha Hirnmasse. Und jetzt ist diese Promenadenmischung mal so richtig auf die Schnauze geflogen.
Hat trappatonisch nur Spott für den Springer-Verlag übrig? Jein. Immerhin hat sich Springer mit seiner „Strategie“ aus dem Verlegerrudel herausgetraut, das in Punkto Innovation gerne nach dem Motto verfährt „Den Ersten beißen die Hunde.“ Dass Springers Strategie dennoch falsch ist, war zu erwarten. Die Hunde, die bellten, haben doch gebissen – und zwar sich in den eigenen Schwanz. Dabei drehten sie sich immer wieder um sich selbst im Kreis.
Die Verlage denken nach wie vor zu konservativ, und suchen verwirrt ein neues Geschäftsmodell, das für sie in der digitalen Welt gangbar ist. Sie haben den Zug des „Paid Content“ vor Jahren verpasst. Zuletzt haben sie sinkende Werbeeinahmen über steigende Preise der Zeitungen wegzumachen versucht. Dies geht allerdings nur bis zu einem gewissen Limit, danach kauft keiner mehr das zu teuere Produkt. Neben den klassischen Erlössäulen wird daher kein Weg drum rum führen, dass privatwirtschaftlich organisierte Medien ein drittes Standbein aufbauen.
Dies könnten Erlöse aus Stiftungen für Qualitätsjournalismus sein (ob Springer darunter fällt, sei dahingestellt). Dies könnte, und dies ist auch bei deutschen Verlagen bereits ansatzweise vorhanden, Gewinnumschichtung aus medien-fernen Unternehmensteilen sein. Beispielsweise könnte Springer bei Lidl einsteigen. Allerdings besteht die Gefahr, dass Schleichwerbung noch interessanter wird für den Verlag, als sie es ohnehin schon ist. Außerdem spricht das rein profitorientierte Denken vieler Verleger dagegen, einen nicht rentablen Geschäftszweig am Leben zu halten. Im Moment sieht es also so aus, als wäre das duale System (privatwirtschaftliche neben öffentlich-rechtlichen Organisationen) zum Scheitern verurteilt.
In der Zukunft wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk daher für die Informierung und Unterhaltung der Öffentlichkeit wichtiger. Die Finanzierung der ARD und Konsorten erfolgt über die Rundfunkgebühr, die ab 2013 einheitlich von jedem Haushalt abzugeben ist. Die ö-r Sender haben somit langfristig eine Bestand- und Entwicklungsgarantie, also ein sicheres Geschäftsmodell. Sie sind sicherlich nicht die am lautest bellenden Hunde innerhalb der Medienwelt, doch das macht nichts.
Die ö-r Sender wirken manchmal wie kalter Entzug, wenn man sich zuvor an die Privaten gewöhnt hatte. Ein Ende der privaten (Rundfunk-)Anbieter wäre das Ende der Dauerdröhnung. Hässlich-dämliche Gestalten wie die Leute von Jersey Shore wären endlich weg. Und damit die Ed Hardy-T-Shirts. Beim Geschäftsgeschick der Verleger würde es nicht überraschen, wenn sie darin investiert hätten.
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Seit wann kommt die ARD-Sportreportage täglich um 20.15h? Den Eindruck bekommt man zumindest als Zuseher der Tageschau, die rund acht Minuten der 15 Minuten Sendezeit für Berichte zum Thema „Fußball-Weltmeisterschaft“ verschleudert. Nun gut: Die Tore beim 4:0-Sieg der Deutschen im Viertelfinale gegen Argentinien gehören zwingend ins Programm (auch wenn sie zeitgleich auf dem zweiten öffentlich-rechtlichen Sender ZDF zu sehen waren). Anschließend folgt aber ein weitgehend sinnleerer, repetitiver Bericht zum sogenannten Public Viewing auf Plätzen und Straßen in Deutschland und Argentinien, der mit halbnüchteren O-Tönen der Fans angefüllt war. Highlight: Eine ältere Frau mit schwarz-rot-goldener Perücke, der besonders der deutsche Tormann gefallen haben will, weil er so glänzend „die Tore gehalten“ habe. Welches Spiel hat die Frau denn gesehen? Schlussmann Manuel Neuer hatte in der einseitigen Partie nur selten zu tun. Wieso nimmt die ARD, die mit ihren Nachrichten ja der Chronistenpflicht nachkommen soll, einen derart unwahren Kommentar in ihr Programm und verschwendet kostbare Sendezeit? Anschließend kam ein Bericht über den Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Südafrika, bei dem es ebenfalls nur um Fußball und die damit verbundenen sozialen Projekte geht. Deutschland, einig Vaterland, während der Fußball-WM lassen wir uns lieber nicht von unangenehmen Dingen wie unserer wackligen Regierung den Jubelmarathon verderben. Die Reporterin sagt treffend zu ihrem schönmalerischen Beitrag: „Die Kanzlerin hat heute genau Bilder bekommen, die sie so dringend brauchte.“ Und die ARD zeigt sie bereitwillig – anstatt wichtigere und brisantere Themen in den Vordergrund zu rücken. Der geplante US-Raketenschutzschild in Polen, die verratene Razzia bei der Deutschen Bank, etc. – all das wird in Sekunden abgehandelt. Zum Schluss zeigt die Tagesschau, weil wir ja noch nicht genug human interest-Themen geboten bekommen haben, noch: Bilder zur Tour de France und Wimbledon, zu einem Unfall im Urlauber-Rückreiseverkehr und zu einem Unwetter in Köln. Von den 15 Minuten Sendezeit hat die Tagesschau sage und schreibe fünf für politisch-soziale Themen verwendet. Die ARD hat die Schwarz-rot-goldene Brille auf. Stimmt zumindest der ZDF-Slogan noch, „mit dem Zweiten sieht man besser“? Denkste, bei den heute-Nachrichten ging es ähnlich zu. Und da schimpfe noch einer über die boulevardesquen Privatsender…
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Der heutige Mittwoch – mal wieder ein leidvoller Tag für alle Fans des FC Schalke 04, alle Slowenen und alle Bild.de-Leser, die richtig informiert sein wollten. Ein Tag wie der 19. Mai 2001, als sich Schalke für vier Minuten als Deutscher Meister wähnte. Bis jemand bemerkte, dass das Spiel des FC Bayern München noch lief und ein gewisser Patrik Anderson für die Bayern zum Freistoß antrat und den Ball ins Tor des Hamburger SV donnerte. Durch diesen Ausgleichstreffer machte er die Münchner zum Meister, die Schalker zum „Meister der Herzen“.
Gestern also ein neuer Doppelfall von „Ätsch, zu früh gefreut“. Gegen Mittag hieß es, Horst Heldt wird neuer Manager der Königsblauen. Die Nachricht war bei online-Portalen wie spox.com oder bild.de prominent plaziert. Sinngemäß titelt spox „Perfekt: Heldt folgt Magath nach Schalke“, Bild sprach vom „Sensationswechsel. Horst Heldt neuer Schalke Manager“ und erwähnte im Antexter auch das Wörtchen „perfekt“. Viele Schalke-Anhänger freuten sich schon über den Coup. Am Nachmittag kam dann mal der Kicker auf die Idee, beim VfB Stuttgart nachzufragen, bei dem Heldt unter Vertrag steht. Ergebnis: Der VfB ist gegen Heldts Abgang. Das bemerkten auch spox (per Update) und Bild und ruderten, weniger prominent plaziert, zurück – wobei Bild natürlich immer noch von einem sich anbahnendem Wechsel spricht, obwohl am Artikelende der Stuttgarter Präsident Erwin Staudt klare Aussagen gegen diese These trifft. Bis zur Veröffentlichung dieses Artikel war Horst Heldt also „Schalke-Manager der Herzen“.
„Achtelfinalist der Herzen“ ist Slowenien bei der gerade laufenden Weltmeisterschaft in Südafrika geworden. Die Schalker unter den WM-Teilnehmern haben ihr letztes Gruppenspiel 0-1 gegen England verloren, was sogar noch zum Aufstieg in die KO-Runde gereicht hätte – wäre es beim Spiel USA – Algerien beim 0-0 geblieben. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge schossen die Amis in der Nachspielzeit aber noch den Siegtreffer und überholten die Slowenen auf den letzten Drücker. Hier die Tabelle, wie sie stimmt:
Bild wußte es einige Minuten nach dem Schlusspfiff aber besser:
Dem Tickerer ist wohl entgangen, dass die USA seit kurzem keine englische Kolonie mehr sind, und rechnete analog zum Komiker-Duo Stermann&Grissemann das US-Tor dem „Mutterland“ zu. Glaubt man also Bild, dann wäre Slowenien weitergewesen. Das wäre die Bild-adäquate Tabelle:
Natürlich hat Bild nach ein paar Minuten reagiert und das richtige Ergebnis reingestellt. Doch folgendes Szenario ist gar nicht so abwegig: Treffen sich also zwei Bild.de-Leser um 18.30h im Biergarten, gleich nach 18h aufgebrochen, um noch einen Platz für das Deutschland-Spiel am Abend zu ergattern. Sagt der eine: „Horst Heldt ist neuer Schalke-Manager“. Sagt der andere: „Und Slowenien steht im Achtelfinale und trifft vielleicht auf uns, wenn wir Gruppensieger werden.“ Dann freuen sie sich über den deutschen Sieg (das Spiel begann nach Erscheinen dieses Artikels) und den angeblichen Gegner Slowenien. Bis sie merken, dass doch England der Gegner ist. Ätsch. Darauf Prost. Schwoam mas owe.
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Den Zeitungshäusern geht es schlecht. Fast alle Verlage melden Einbrüche bei den Verkäufen. So mancher angebliche Medienexperte probt bereits das Requiem.
Man will es nicht glauben, aber das Requiem der Zeitung wurde schon vor Jahrhunderten gesungen, bevor sich das Medium etabliert hat. Damals betonten Freunde der Zeitung die Vorteile, die die Lektüre bringt. „Lust und Nutz“ hieß es damals.
Fäisbuk ist ein neues Medium, auch Fäisbuk hat mit Kritikern zu kämpfen. Fäisbuk – ein soziales Netzwerk, das die User für seine Dienste mit Gratisanwendungen und Werbung bombadiert. Die Vorteile des sozialen Netzwerks liegen auf der Hand: Kurze Wege, um mit seinem Kontaktnetz zu kommunizieren. Die Vorteile der Gratisanwendungen (Zeitverschwendung) und der Werbung (naja, Werbung halt) waren mir bisher nicht ersichtlich.
Heute aber habe ich eingesehen, was die Werbung am rechten Rand eigentlich will: Komisch sein.
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Am 9.11. vor 250 Jahren kam Friedrich Schiller zur Welt – nur wenig würdigten das die Feuilletonisten. Wer Werke wie „Die Räuber“ gelesen hat, weiß um das Opus des Dramatikers. Dass Schiller trotzdem nur als die Nummer Zwei seiner Zeit gilt, liegt an Johann Wolfgang von Goethe.
Zehn Jahre älter, erfolgreicher, Frauenheld - jeder kennt und hasst diese Art von Kollegen, wie sie Schiller in Goethe fand. Schiller arbeitete in seiner letzten Lebensdekade mit Goethe zusammen, was diesen zu neuer Höchstleistung trieb. Hätte der olle Fritz nur allein weitergemacht – vielleicht hießen dann die deutschen Kulturrepräsentationen vielleicht Schiller- und nicht Goethe-Institute.
Heute in der U-Bahn machte ich einer verwaisten Zeitung eine erstaunliche Entdeckung: Es gibt ein Schiller-Institut. „Schiller-Institut: Vereinigung für Staatskunst e.V.“ nennt es sich sogar – und hat doch eigentlich nichts mit dem Dichter zu tun, auf dem es sich laut der Homepage des selbsternannten Instituts jedoch ausdrücklich bezieht. Der treffendere Titel für die Vereinigung wäre „Lyndon LaRouche-Institut: Vereinigung für Politpropaganda“. Denn in der Zeitung „Neue Solidarität“ – hört sich erst mal nach linksextremistischem Druckerzeugnis an – ist gefühlt jedes zehnte Wort „LaRouche“. Der „LaRoucheplan“, die „LaRouche-Jugendbewegung“, der „LaRouche Einfluß“ blablabla…
Bei Helga Zepp-LaRouche klingeln die Glocken: Die ist doch für die dubiose Partie „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ (BüSo) als Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl 2009 gegangen. Sie thematisiert gern Manipulationen, Verschwörungen und Monetarismus und immer ist das System an allem schuld, das ihr die Freiheit gewährt, auszusprechen was sie denkt. Gleichzeitig heißt sie die Politik des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin gut, von dem es heißt, er ginge mit Regimegegner nicht gerade zimperlich um (vgl. Kasparow, Garri; vgl. Chodorkowski, Michail). Auf ihrem Verschleierungsnetz aus Webpräsenzen zeigt sie Fotos von Protestlern, etwa vom BDM (nicht der Bund Deutscher Mädl, sondern dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter). Wissen die Bauern wirklich, für wen sie da werben? Würden sie sich wirklich vertreten fühlen?
Und wer ist dieser Lyndon LaRouche denn, wenn er in der Zeitung so hochgejubelt wird, heilandgleich hochgejubelt wird (dies wohlgemerkt in Artikeln verfasst von einem gewissen Lyndon LaRouche, von einer gewissen Helga Zepp-LaRouche und von Mitgliedern des Schiller-Instituts, gegründet von einem gewissen Ehepaar LaRouche)?
Zum einen ist er Helga Zepps Mann und wie sein Schatzal „durch eine Vielzahl von Partei- und Vereinsgründungen u. Ä. hervorgetreten“. Die BüSo wird in der verlinkten Expertise der Bundesregierung als Politiksekte eingeordnet, was Aussteiger wie Aglaja Beyes-Corleis (Buch: Verirrt. Mein Leben in einer radikalen Politorganisation) bestätigen.
Zum anderen hat LaRouche ebenfalls für den Posten als Staatsoberhaupt kandidiert, und zwar in den USA. Dass er neben extremen Politikansichten als Betrüger und Antisemit gilt, erfährt man selbst auf dem manipulierbaren wikipedia. Er setzt sich für den Bau einer Eurasischen Landbrücke ein sowie für den Bau einer Magnetbahn über das Kattegat… … …
Was hat das bitte mit Schiller zu tun? Laut diesem Schiller-Institut da eine ganze Menge. Man lese und staune: Man habe die universellen Menschenrechte gemein. Mal ehrlich, beim Begriff „Menschenrechte“ habe ich nicht an erster Stelle an Schiller gedacht. Aber der Name gibt eben was her, da wirkt man gleich größer. (Trappatonisch dagegen ist frei erfunden, den Fußballtrainer schreibt man schließlich „Trapattoni“… hehe). Man wirkt also größer, vor allem, wenn Wirtschaftskrise, Schiller-Jubiläum und Bundestagswahl zusammenfallen. Im Endeffekt sollten wir froh sein, dass das Schiller-Jubiläum so klein ausgefallen ist – sonst hätte dieses Institut vielleicht noch mehr Zulauf bekommen. Das Institut selbst hat den Geburtstag nämlich mit einem Festakt begangen… armer Friedrich, kannst dich nicht dagegen wehren. Trappatonisch wünscht sich hiermit, nie bekannt zu werden.
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Mike Tyson, Box-Legende, ist neben seiner Schlagkraft auch für seine Bisskraft bekannt geworden: In einem Kampf gegen Evander Holyfield 1997 biss er seinem Kontrahenten ein Stück Ohr ab.
Ähnliches ist nun in Russland passiert. Ein Eishockey-Spieler prügelte sich mit einem Gegenspieler und biss dem eingreifenden Schiri in die Hand. Lustig gehts auf der tz-Homepage zu, wenn der Artikel gleich drunter angeteast wird. Da kann man die Überschrift im Konttext schon mal missverstehen und als Siegestaktik im nächsten Spiel deuten:

(Screenshot: tz-online.de/ 18.11.09, 23.27)
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